01.02.2021
Short Selling  gar nicht so einfach

Short Selling – gar nicht so einfach

Das Wort „Short Seling“ ist wegen Gamesstop wieder in aller Munde. Was perfide klingt, ist aber nicht neu. 

Ähnliche Short Squeezes wie bei Gamesstop gab es ja schon 2009 mit VW, verbunden mit Suiziden von Hedge Fonds Managern. Hier ist es zusätzlich interessant, dass die Robin Hood und andere Apps gar nicht so „underdog“ artig sind, da sie ja auch Kaufdaten an die Market Maker und damit die „bösen Großen“ weitergeben und damit auch Geld verdienen. 

Neu ist Shorting nicht, einfach ist es aber auch nicht. Wenn eine Aktie mal „nur“ nach unten dippt und dann wieder hoch kommt, kann es für den Short Seller, der dann zu teureren Kursen zurückkaufen  muss, sehr unangenehm werden. Die Verluste sind hier unbegrenzt, während sie bei long-Strategien nur das eingesetzte Kapital betreffen. Auf kurzeitige Sprünge nach unten setzen ist genau so riskant wie nach oben. Das erklärt Investment-Legende William O Neill in diesem Buch sehr schön. Allerdings ist es schon vergriffen, aber sehr lesenswert. 

Short Selling geht natürlich auch mit Long Puts in ähnlicher Form. Die meisten Anleger schrecken allerdings davor zurück, weil es doch recht riskant sein kann. Und irgendwie auch ethisch etwas komisch, am Sturz von Aktien zu verdienen. Was meint Ihr?

#finance #gamesstop #shortselling #storytelling #strategy